Zitronen-Petit-Fours

Endlich habe ich mich getraut, Petit-Fours zu backen. Schon seit vielen Jahren habe ich das Backbuch von Dr. Oetker, aus dem ich auch diverse Rezepte probiert habe. Aber an die kleinen Petit-Fours habe ich mich nie getraut. Ich bin nicht so die Frau fürs Feine und an die kleinen Formen und Dekorationen habe ich mich nie herangetraut. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nie mehr als die Bilder betrachtet habe. Rezepte lesen ist, nebenbei gesagt, auch nicht so mein Ding.

Nun aber habe ich mich für Euch daran getraut und ich muss selbst sagen, ich war erfolgreich! Die Dinger sind gar nicht so kompliziert wie sie aussehen, wenn der Aufwand auch ziemlich groß ist. Aber lecker sind sie und machen natürlich auch immer was her, wenn man sie auf den Tisch stellt.

Zitronen-Petit-Fours

Hier ist das Rezept für die Zitronen-Petit-Four!

Zutaten:
für den Teig: 8 Eier, 160 g Zucker, Salz, 200 g Mehl, abgeriebene Schale einer Biozitrone
für die Füllung: 300 g schwarzes Johannesbeergelee
für die Dekoration: 250 g Marzipanrohmasse, 400 g Puderzucker, Saft einer Biozitrone, 3-4 Spritzer rote Lebensmittelfarbe

Ofen auf 200°C (Umlauft 180°C) vorheizen. 4 Eier, 80 g Zucker und 1 Prise Salz in 6-8 Min. cremig aufschlagen. 100 g Mehl über die Eimasse sieben und mit der Hälfte der Zitronenschale unterheben. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausstreichen. Etwa 10-12 Min. auf mittlerer Schiene backen. Den zweiten Boden ebenso herstellen. Beide Böden auskühlen lassen.

[Erste Anmerkung zum Rezept: Bei der Wahl der Backblechgröße ist zu beachten, dass der Boden nach dem Backen quer halbiert wird. Ist das Backblech zu groß, kann man mit dem Messer nicht über die gesamte Breite kommen. Dabei können dann schon mal Löcher entstehen. Ist das Blech zu klein, werden die Schichten zu dick! Immerhin, der Teig lässt sich sehr gut scheiden, er ist fast zäh und überhaupt nicht krümelig.]

Das Backpapier von den Böden ziehen und diese quer halbieren, so dass vier Böden entstehen. Das glattgerührte Gelee auf den Innenflächen der Böden verstreichen. Dann alle Böden aufeinandersetzen.
Marzipan mit 50 g Puderzucker verkneten und 150 g davon auf Größe der Böden ausrollen und oben auflegen. Überstehende Reste abschneiden. Den entstandenen Block mit Folie abdecken, mit einem schweren Schneidbrett beschweren und mind. 3 Stunden kalt stellen.

Inzwischen den Marzipanrest mit Lebensmittelfarbe kräftig einfärben (oder eingefärbtes Marzipan kaufen). 10 Minuten kühl stellen und dann Herzen oder Röschen formen, oder ausrollen und Formen ausstechen.

Die Ränder des Biskuitblocks sauber abschneiden und  den Block dann in 3×3 cm große Quadrate schneiden. Den restlichen Puderzucker mit 6-7 Eßl. Zitronensaft und etwas Lebensmittelfarbe zu einem zartrosa, dünnflüssigen Guss verrühren. Die Würfel von unten mit einer Gabel aufspießen, in den Guss eintauchen und auf einem Kuchengitter abtropfen lassen. Nach ca. 20 Min. die Dekorationen daraufsetzen und ganz leicht festdrücken.

Die Puderzuckerglasur zieht tief in die Petit-Four ein und machen die Küchlein super-saftig. Allzu lange würde ich sie aber nicht stehen lassen, da sie dann schon in Richtung matschig gehen. Damit habe ich zum Glück kein Problem, da meine Kinder immer wieder dankbare Abnehmer meiner Backwerke sind!

Ich hatte die Küchlein übrigens zum Valentinstag gebacken und während mein Göttergatte in South Africa weilte, haben wir uns den Kuchen allein gegönnt. Nun muss er sich mit den Fotos und unserer Beschreibung zufrieden geben!

Einen schönen Start in die Woche wünsche ich Euch und lasst Euch durch den Schnee nicht entmutigen, der Frühling kommt bestimmt noch!

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